Pleite auf Ansage

es begab sich zu der Zeit, als der Geschäftsführer der Bavaria Studios & Production GmbH, einst beschäftigt bei der Bremedia – und jetzt im Dienste der Bavaria sich anschickte, den Markt aufzurollen. Schon früh begann man sich umzuschauen, Werte zu ermitteln.
In den Wertindikation BPS

Bavaria Jahresbericht

Den Rental Bereich der Firma Panther konnte man sich schnappen, nachdem mit der sehr einfachen Methode des Preisdumpings unter dem Schutzmantel der Bavaria Finanzsicherheit die Firma schon an den Rand des Ruins gebracht hat. Entsprechend streckte man seine Fühler direkt nach Berlin aus und lies dem Gesellschafter der Berliner Union Film ein Kaufangebot zukommen. Becker und Kries war eh schon vorgenervt mit einer Insolvenz der BUFA hatte man genug zu tun, als Immobilien Firma wollte man nicht noch die technischen Dienstleistungen erbringen.
Schön dass bei dem Deal noch die Postproduktionsressourcen gleich mitgenommen werden konnten. Die zu diesem Zeitpunkt formal noch nicht zur Bavaria gehörende D Facto Motion als Postproduktionsdienstleister lies sich gleich auf dem Gelände in der Oberlandstraße nieder. Andere Dienstleister auf dem Studiogelände waren lästig – also sorgte man für die Kündigung der Mietverträge.
Der HD Factory, die erst im JAhr zuvor auf das Gelände gezogen war machte man ein Übernahme Angebot, schön diskret – und da man sich nicht einigen konnte, verlies man das Gespräch mit den Worten – „dann machen wir euch einfach platt“ – 9 Monate konnte die HD Factory überleben. Kunden wurden gezielt abgeworben, mit Dumping Preisen jedes Überleben verhindert – es lebe die schöne neue Fernsehwelt.

Der nächste Kracher ist in Vorbereitung. Die Bavaria macht ihrer eigenen Beteiligung das Leben schwer. Die CInemedia AG, zu 60% im Besitz der Tele München Gruppe von Kloiber und zu 30% im Besitz der Bavaria ist schwer im Taumeln. Das klassische Fernsehgeschäft ist fast ganz weggebrochen – zugunsten der von der Bavaria Studios inzwischen einverleibten D Facto Motion.
Und Moll verkündet voller Stolz, dass die Bavaria mehr im Kino Bereich tun möchte. Baut die Bavaria jetzt ihre eigenen Ton Studios und Grading Suiten?
Die Beteiligung an der CInemedia hat die Bavaria wohl schon abgeschrieben, verrechnet mit ihren Gewinnen aus ihren Filmproduktionen. Wie lange die Cinemedia noch durchhalten kann und wie lange sich Kloiber dieses Misere noch anschauen wird ist offen.

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Berlinale

schön wenn man sie alle treffen kann. in berlin. die wichtigen menschen dieser branche, die noch was zu erzählen haben.
manche aber sieht man nicht, sie lassen sich einfach nicht blicken. sie machen ihre geschäfte im hintergrund. leise und unauffällig ruinieren sie die preise und machen firmen platt. allen voran, martin moll – seines zeichens geschäftsführer der bavaria studios und production services. nach der übernahme der durch preisschlachten marode gewordenen rental abteilungen der berliner union film und panther ist die konsolidierung des marktes das ziel. gespannt, wer als nächstes dran ist. mit cinegate haben die herren ratz und rübe, moll schon verhandelt, nur nicht zu ende. vermutlich wars zu teuer.
dabei hat die cine mobil eine starke mutter. die bavaria film hat volle konten und gibt das geld gerne weiter. öffentlich rechtliches geld wohlgemerkt. die bavaria ist eine sendertochter.
bei ca 8 mio eur umsatz erhält die cinemobil ein gesellschafterdarlehen von knapp 6 mio eur. unbesichert denke ich, oder mit equipment besichert. keine bank im spiel, die zinsen auf der basis kennzahlen errechnet.