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Verhaltenskodex
Präambel
Die Bavaria Film GmbH ist eines der großen Medienunternehmen in Deutschland und Europa, vereint Tradition und Fortschritt und steht im kreativen und finanziellen Wettbewerb mit den großen Produktions- und Dienstleistungsunternehmen. Das Unternehmen gehört mittelbar den Rundfunkanstalten WDR, SWR, MDR, BR sowie dem Freistaat Bayern. Hieraus resultiert eine besondere Verantwortung der Mitarbeiter/innen der Bavaria Film und ihrer Tochtergesellschaften.

Qualitätsbewusstsein, Kompetenz, Innovationsbereitschaft, Wirtschaftlichkeit und Seriosität sind wesentliche Faktoren des Erfolgs der Bavaria Film. Kompetenz und Verantwortung als Schlüssel zum Erfolg äußern sich auch in Rechtstreue und ethischem Verhalten der Bavaria Film Mitarbeiter/innen. Neben fachlicher Kompetenz ist das Verantwortungsbewusstsein unserer Mitarbeiter/innen ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenskultur.

Verantwortung in der Gesellschaft
Die Gesellschaft erwartet von uns als ein Unternehmen, dessen Eigentümer die großen deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und der Freistaat Bayern sind, ein ordnungsgemäßes und kostenbewusstes Verhalten im täglichen Handeln. Alle unsere Mitarbeiter/innen verhalten sich in einer Art und Weise, die der Tradition, dem Ansehen und der Verantwortung der Bavaria und ihrer Gesellschafter in der Öffentlichkeit gerecht wird.

Einhaltung von Recht, Gesetz und Vorschriften
Als Bavaria Mitarbeiter/innen sind wir gesetzestreu. Wir halten uns insbesondere an alle gesetzlichen Normen und Vorschriften, die für unser integriertes Produktions- und Dienstleistungsunternehmen relevant sind.

Schleichwerbung, Product Placement
Gemäß den geltenden Rundfunkgesetzen und Senderrichtlinien gilt das Gebot der Trennung von Werbung und Programm. In unseren Produktionen für öffentlich-rechtliche und private Rundfunkanstalten ist dementsprechend Schleichwerbung und Product- und Themen-Placement verboten. Nur zur Abbildung der Lebenswirklichkeit oder aus notwendigen dramaturgischen Gründen dürfen Markenprodukte und Firmenlogos o.ä. verwendet werden.

Eine Bezahlung hierfür darf nicht angenommen werden. Angebotene geldwerte Vorteile wie z.B. Produktionshilfen müssen dem Vorgesetzten rechtzeitig angezeigt werden, damit über deren Einsatz gemäß geltendem Recht und den Richtlinien des Senders entschieden werden kann.

Korruptionsprävention
Das Ausnutzen einer Machtposition zum eigenen Vorteil bezeichnet man allgemein als Korruption. Korruption schadet allen und schädigt das Ansehen der Bavaria und seiner Mitarbeiter/innen. Korruption ist kein Kavaliersdelikt und fängt schon bei kleineren Gefälligkeiten und Zuwendungen an. Sie macht abhängig und führt in die Strafbarkeit.

Als großes Produktions- und Dienstleistungsunternehmen sind wir gegenüber unseren Geschäftspartnern sowohl Kunde als auch Auftraggeber. Wir wollen als breit aufgestelltes Unternehmen mit einer öffentlich–rechtlichen Gesellschaftsstruktur allein durch die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen am Markt Erfolg haben. Von unseren Geschäftspartnern verlangen wir ein nur an sachlichen Aspekten orientiertes Verhalten uns gegenüber.

Einladungen, Geschenke, geldwerte Vorteile
Wir wollen weder den Eindruck erwecken, unsere Kunden durch die Gewährung von Zuwendungen bei der geschäftlichen Entscheidung zu beeinflussen noch, dass wir uns durch den Erhalt von Zuwendungen seitens unserer Kunden beeinflussen lassen.

Eine Annahme oder Gewährung von Einladungen, Geschenken oder geldwerten Vorteilen ist dann rechtmäßig, wenn dies als sozialadäquat anzusehen ist. Die Sozialadäquanz ist dann gegeben, wenn diese der Höflichkeit und Gefälligkeit entsprechen und als üblich und allgemein billigungswert zu betrachten sind. Da hier feste Wertgrenzen nicht gezogen werden können, ist die Sozialadäquanz immer auf den Einzelfall abzustellen. Dabei sind die berufliche und gesellschaftliche Stellung und die Lebensumstände des Beteiligten, sowie der Wert des Vorteils zu berücksichtigen.

Respektvolles Miteinander
Wir streben danach, ein Arbeitsumfeld sicherzustellen, das von gegenseitigem Respekt, Professionalität und Fairness getragen wird. Wir sehen Vielfältigkeit als Stärke für unseren gemeinsamen Erfolg und fördern sie daher, um ein Höchstmaß an Produktivität, Kreativität und Effizienz zu erreichen.

Alle Mitarbeiter/innen der Bavaria Film Gruppe sind aufgefordert, zu einer Atmosphäre respektvollen Miteinanders beizutragen, in der jegliche Art von Diskriminierung oder persönlicher Belästigung ausgeschlossen ist.

Vermeidung von Interessenkonflikten
Alle Mitarbeiter/innen sind aufgefordert und verpflichtet, persönliche Interessen von denen des Unternehmens zu trennen. Die Mitarbeiter/innen dürfen keine Insichgeschäfte gemäß § 181 BGB als Vertreter des Unternehmens mit sich selbst abschließen und zwar auch dann nicht, wenn der/die Mitarbeiter/in hierbei als Vertreter eines Dritten auftritt (z.B. eines anderen Unternehmens oder einer anderen Person). Falls Geschäfte mit Familienmitgliedern oder mit im gleichen Haushalt lebenden Personen abgeschlossen werden sollen, sind diese im Vorfeld dem Vorgesetzten (bei Geschäftsführern dem Aufsichtsrat bzw. der Gesellschafterversammlung) anzuzeigen. Ausnahmeregelungen zu diesen Grundsätzen bedürfen der gesetzlich vorgeschriebenen Form (z.B. Eintragung einer Befreiung im Handelsregister), mindestens jedoch der Schriftform.

Dieser Kodex gilt für alle Mitarbeiter/innen, d.h. für unbefristete, befristete oder produktionsbedingt beschäftigte Mitarbeiter/innen der Bavaria Film GmbH sowie für alle Tochtergesellschaften mit mindestens 50% Beteiligung der Bavaria Film GmbH. Alle Mitarbeiter/innen sind aufgefordert, die Ethikgrundsätze einzuhalten. Als Ansprechpartner in Zweifelsfällen wird hierfür eine externe/r Ombudsmann/frau bestellt.

geht die Einkaufstour weiter?

what next? ist hier die Frage. Vor ein paar Jahren schon gab es Bemühungen seitens der Bavaria die Cinegate zu übernehmen. Irgendwann stoppten die Gespräche. Man hörte es ging um falsche Zahlen oder ungenaue Angaben – die Cine Mobil hatte in jedem Fall die Lust verloren. Eigentlich war man schon sehr weit. Mietverhältnisse waren gekündigt, Kundenlisten ausgetauscht, was man halt so tut, um etwas schnell über die Bühne zu bekommen.
Gelitten hat darunter vermutlich am meisten die Cinegate – und wenn man sich die letzten Monate anschaut, kamen die Folgen vielleicht sehr spät. München wurde dicht gemacht, Köln reduziert und auch in Hamburg und Berlin hat es den ein oder anderen Mitarbeiter gekostet.
Könnte man Böses denken dabei, wenn man weiss, dass die Bavaria jetzt wieder mit Cinegate verhandelt. Jetzt ist der Leidensdruck der PRG eigenen Cinegate größer denn je, das senkt den Preis.
Ich bin sehr gespannt, ob die Cinegate nicht der nächste Übernahmekandidat der Cine Mobil ist.

und jetzt noch Studio Hamburg

na das hat gerade noch gefehlt. Hamburg ist fest in bayerischer Hand. Glaubt man den Gerüchten (und die sind ziemlich konkret), dann hat die Cine Mobil GmbH die Studio Hamburg Filmtechnik gekauft. Aus 3 Rental Häusern in Hamburg wird jetzt 1. Panther schon weg, jetzt Studio Hamburg Filmtechnik, die Bayern müssen Kohle haben.
Lass uns mal rechnen.
Investitionen ins Anlagevermögen in den letzten 2 Jahren – hm ganz schwer, ich sag mal 20 Alexa Kameras, Optiken und Zeugs, geschätzt 5 Mio EUR
Panther Rental – ich denke mal 1,5 Mio EUR
Berliner Union Film – vielleicht nochmal 1,5 Mio EUR
Studio Hamburg Filmtechnik, vielleicht auch 1 Mio
also gut und gerne knapp 10 Mio EUR in den letzten 2 Jahren, einfach mal so in den Raum gestellt. Keine schlechte Leistung. Wer bezahlts?
Ich habe mal mit ein paar Menschen gesprochen, die sich auskennen, oder so tun, als würden sie sich auskennen – mehr als 20-25% des Umsatzes in Neu Investitionen kann man heutzutage kaum stemmen, vor allem bei den derzeitigen preisen, die für Equipmentmiete aufgerufen werden, sonst ist es nicht finanzierbar. Ok, man könnte ja sagen, mit den Zukäufen ist ja neuer Umsatz da. Das glaub ich nur zum Teil – denn zum einen waren alle 3 Zukäufe nicht wirkliche Gewinnbringer. Panther, die Bufa und auch Studio Hamburg arbeiteten defizitär, damit kann man keine Neu Investitionen leisten. Dann sieht die Sache düster aus – nein sähe sie düster aus, wenn die Cine Mobil eine ganz private Firma wäre, denn welche Bank finanziert schon ein Wachstum, das zwar Umsatz bringt, aber wenig bis überhaupt keinen Gewinn? Muss ja alles zurückbezahlt werden, auf Heller und Pfennig – oder eben auch nicht, denn die Bavaria kanns ja einfach abschreiben, Gewinne aus Filmproduktionen sind ja ausreichend vorhanden. Ein schönes Selbstbedienungsfeld, das sich der Öffentlich- Rechtliche Rundfunk da leistet.