das 300 Mio Baby

es geht ums Geld, es geht immer nur um Geld – nur in dieser Branche kann man noch diese verbliebene Romantik von schönen Filmen und roten Teppichen gleich mitverkaufen.
Die Bavaria Filmpartners machen das auf ihre besondere Art – „DFFF – The 300 Mio Baby“ schreiben sie auf ihrer Webseite. Öffentlich rechtliche Sendertochter Enkelin, und sie übernehmen die ganze Arbeit. So locken wir ausländische Produktionen ins Land, die mit vielen Millionen hier versorgt werden, gestiftet von den diversen Förderinstrumenten dieser Republik, mit der Hoffnung die Wirtschaft in diesem unseren Lande anzukurbeln. Dass davon nicht viel in der Wirtschaft ankommt versteht sich von selbst, die Bavaria sorgt dafür, dass alles über sie geregelt wird. Studios, Equipment, am besten auch gleich Personal. Da wird ein hoher Aufwand betrieben, der am Ende nur den Investoren und der Bavaria nutzt. Die deutsche Filmwirtschaft hat am wenigsten davon.
Spannend wird es besonders dann, wenn die Bavaria als Koproduzent einsteigt. Wie zum Beispiel beim Projekt „Coming In“ der Produktionsfirma Film House Germany. Aufsichtsratsvorsitzender der Film House Germany ist kein geringerer als Christian Angermeyer. Bekannt wie ein bunter Hund könnte man auch sagen, zumindest in den Kreisen, in denen es meist um Geld, bzw um viel Geld geht. Das Handelsblatt schreibt : Die Geschäfte des feinen Herrn A.: Unbezahlte Rechnungen, Kurse, die erst steigen und dann abstürzen, flüchtende Aktionäre: Christian Angermayer, einst eine glamouröse Figur der Finanzszene, wird entzaubert – und das gründlich. Ein Lehrstück für Anleger..
Ein Mensch, wie geschaffen für die deutsche Filmszene.
Interessant, wie so ein Deal mit öffentlich rechtlichem Geld ablaufen könnte. Die Bavaria Filmpartners gehen mit einem Koproduktionsanteil von sagen wir mal 400.000 EUR in das Projekt. Davon erbringen sie 25% als Bar Anteil. Der Rest wird in Form von Dienstleistungen wie Postproduktion und Equipment Miete erbracht. Da die Film Partners aber kein Geld auf dem Konto haben, lassen sie sich diese 100.000 von den (natürlich internen) Dienstleistern D Facto und Cine Mobil in cash bezahlen. Quasi als Anzahlung auf ein möglicherweise irgendwann lukratives Geschäft, wenn Herr Angermeyer sich nicht wieder vorab aus dem Staub macht.
Den Schaden haben eigentlich die Sender. Hier würde ja in solch einem Fall Geld entzogen, dass die Mutter Bavaria Studio und Produktion Service GmbH als Verlustausgleich wieder bezahlen müsste.
Vielleicht sind sie einfach schlecht beraten, die Entscheider in der Bavaria, kein mittelständischer Unternehmer würde sich auf solch eine Konstruktion, geschweige denn auf solche Personen einlassen.

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