Zittern

es muss weiter gezittert werden um den Fortbestand der Cine Postproduktion. Naja, ehrlicherweise um den verbliebenen Rest der Truppe, denn Stück für Stück wurde ja schon abgesperrt oder Teile verhökert. Bei der 100% Tochter Licht & Ton wurde zumindest mal der Bereich Kameravermietung abverkauft, die Abteilung Event ist nach wie vor auf dem Basar zu haben. Bei der Cine Post wurden Standorte geschlossen und nach dem kurzfristigen Rückzug der Bavaria Film bangen nun die Mitarbeiter in München. Zukunftsfähig ist das wohl nur dann, wenn Gehaltseinbußen angenommen werden.
Aber was heisst hier zukunftsfähig. Mit ihrer dann doch zügellosen Expansion und der auf „egal was es kostet, wir machen jeden Job“ Taktik der Cine Mobil werden weiter Aufträge dorthin wandern und eben nicht zur Cine Post. Ich unterstelle ja, dass genau dies die Taktik der Bavaria Film von Anfang an war.
Ich muss hier nochmal den Intendanten des NDR und Vorsitzenden der ARD zitieren. Es war die Jahrestagung des Instituts für Rundfunkökonmie im Jahr 2007 zum Thema „Die Finanzierung des öffentlich rechtlichen Rundfunks“. Anlass waren der Rechtsstreit Deutschlands mit der EUuropäischen Union, sowie ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2007. In der Diskussion, die ich schon einmal zitiert hatte sprach Herr Marmor auch diese bedeutenden Sätze:
Es gibt intensive Kontrollsysteme. Wir haben keinerlei Interesse, den Wettbewerb auszuschalten und unser Geld auf diesen Märkten zu verbrennen. Insofern sehen wir dem Ganzen gelassen entgegen, solange es nicht dazu führt, dass wir jetzt auch kleinteiligst definieren müssen, was denn vielleicht auch noch am Rande irgendeine kommerzielle Tätigkeit sein könnte.
Nachzulesen ist das hier.

Ich fürchte, man muss mal direkt mit Herrn Marmor sprechen. Vielleicht ist tatsächlich die Cine Postproduktion (und auch andere Firmen) nur ein Kleinteil, und man mag es als unzumutbar annehmen, sich auch über diese Kleinteile einen Kopf machen zu müssen. Mein Nachbar hatte die Tage eine Steuerprüfung und furchtbarerweise musste er kleinteilig sein Fahrtenbuch präsentieren, das er nicht hatte, was jetzt zu einer kleinteiligen Steuernachzahlung führen wird.

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