Schlussstrich

Der MDR zieht einen Schlussstrich, unter den Kika Skandal – oha. Von einem Gesamtschaden in Höhe von 9,96 Mio EUR konnte man sich über Schadensersatzansprüche 2,3 Mio EUR zurückholen, bleiben noch 7,6 Mio EUR übrig als Schaden – so berichtet das Medienmagazin DWDL.de.
Der MDR sollte noch viel mehr Schlussstriche ziehen – unter sein Engagement bei der MCA (Schaden 0,5 Mio EUR Verlust im Jahr 2013), unter sein Engagement bei der Media Mobil (Schaden 0,7 Mio EUR Verlust im Jahr 2013), weil der Gesamtbetrag des vernichteten Eigenkapitals in diesen beiden Unternehmen inzwischen die stolze Höhe von 3,4 MIO EUR erreicht hat.
Denn das Problem ist, dass hier niemand zur Rechenschaft gezogen werden kann, von Schadensersatzpflicht ganz zu schweigen.
Leidtragende des Dilemmas Kika Skandal und öffentlich rechtliche Unternehmen sind im Fall des MDR eine ganze Reihe von kleinen Produktionsfirmen und Dienstleistern in Sachsen und Thüringen.

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2 Gedanken zu „Schlussstrich

  1. Genau das, der Schaden ist NICHT etwa dem KiKa oder dem MDR entstanden, sondern den freien Produzenten und Dienstleistern der Region – schließlich war es der Programmetat, welcher nie ausgegeben wurde – und der Schaden ist durch den MDR/KiKa in Folge noch sehr viel größer, weil das KiKa-Budget entsprechend gekürzt wurde, da die Mittel offensichtlich nicht benötigt würden um Programm herzustellen – nun fehlen die Mittel also dauerhaft.
    Dass der MDR sich als Opfer darstellt ist scheinheilig, Opfer und Leidtragende ist mal wieder die freie Filmwirtschaft

  2. Ich stimme meinem Vorredner zu. Es ist ja schon jetzt so, dass die freien Produzenten und Dienstleister nahe am Existenzaus leben, weil die Mittel anscheinend nicht richtig verteilt werden. Warum darf ein gesetzlich geregeltes Unternehmen, die zu Tarifgagen verpflichtet sind, die dumping Preise bezahlen und somit nicht besser als die privaten Fernsehsender bezahlen? Ich denke, mit dem Verteilen von Aufträgen an freie Produzenten, Dienstleister, anderen Firmen umgehen sie die gesetzlichen Vorlagen auf Tarifgagen der Leute.

    Was noch schlimmer ist, warum werden gerade diese Leute dann zu Schadensersatz verpflichtet, während die eigentlichen Schuldigen gerade mal eine Strafe von 30.000€ zahlen müssen und in ein anderes Bundesland ziehen dürfen und somit in einen „anderen“ ÖR-Rundfunk in eine Führungsposition rutschen dürfen?

    Also ich sehe das eher als ein weiterer Fortschritt zur Zerstörung der Medienbranche. Dabei bekommen die ÖR mehr als genug, um vernünftige Gagen für freie Mitarbeiter und externe Firmen zahlen zu können.

    Was ich mich dann auch wieder Frage, warum darf z.B. dann auch ZDF auch mehr als 200 Millionen Euro nur für Fußballrechte zahlen, wenn es die Dienstleister viel eher benötigen?

    Ich finde diese Tatsachen einfach unverschämt.

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