neidische Blicke

werfen die mittelständischen Dienstleister aus Thüringen derzeit auf die gerade veröffentlichte Bilanz der MCS Thüringen. Eine dreiviertel Million EUR Gewinn, das kann sich sehen lassen. Es hat den Anschein, dass in Thüringen gute Geschäfte zu machen sind. Warum die anderen Dienstleister, die derzeit mit einem Hilfeschrei auf ihre eigene Situation aufmerksam machen, es nicht schaffen der MCS eine marktwirtschaftlich ordentliche Konkurrenz zu machen wird kaum an ihrer Unfähigkeit liegen.
Sofern deren Gagen tatsächlich so am Existenzminimum liegen stellt sich die natürliche Frage, wie kann dann die MCS in diesem Segment Geld verdienen? Vielleicht tut sie das gar nicht, das vermute ich mal – es gibt ja lukrative Geschäftsbereiche, in denen sich kein weiterer Konkurrent tummelt – wie zum Beispiel der technische Sendebetrieb des Kinderkanals. Oder auch die Postproduktion diverser Formate der volkseigenen Betriebe und Anstalten wie Saxonia und MDR.
Schöne Sätze, die man in diesem Jahresabschluss lesen kann:
– Für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft sind die Gebührenentwicklungen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, insbesondere des MDR und KIKA, existenziell wichtig.
– Im Januar 2009 wurde gegen den im Geschäftsjahr 2008 erhaltenen Bescheid der Deutschen Rentenversicherung Bund (im Folgenden DRV Bund) über nachgeforderte Sozialbeiträge, nach einer den Zeitraum 1.
Januar 2001 bis 31. Dezember 2006 umfassenden Betriebsprüfung, Klage beim Sozialgericht Gotha eingereicht. Im Geschäftsjahr 2014 haben Verhandlungstermine vor dem Sozialgericht Gotha stattgefunden.
Die überwiegenden Fälle wurden zu Gunsten der Gesellschaft entschieden und sind in erster Instanz abgeschlossen. Die DRV Bund hat in allen Fällen Berufung vor dem Landessozialgericht in Erfurt eingelegt.
– Für das Geschäftsjahr 2015 geht die Gesellschaft von einem gleichbleibenden Auftragsvolumen der beiden Hauptauftraggeber MDR und KIKA aus. Umsatzsteigerungen sind durch die erfolgten Erneuerungen
und Erweiterungen der Hörfunk- und Fernsehtechnik zu verzeichnen.
– Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 6.721.000 EUR

In den diversen Presse Veröffentlichungen zum Thema Bavaria, Studio Hamburg, Filmdienstleister, Kartell Ermittlungen in den vergangenen Wochen habe ich unter anderem folgende Worte immer wieder gelesen:
Quersubventionierung, Auftragsvolumen und Kalkulationen im geschützten Raum,….. jetzt endlich weiss ich was damit gemeint ist.

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Ein Gedanke zu „neidische Blicke

  1. „geschützter Raum“ trifft es ganz gut. Wer je auf Erfurts Intrigantenhügel war, dort, wo Kika und MCS ein einträgliches und ungestörtes Miteinandereinander im selben Haus, auf der selben Etage, mit derselben Kantine und auf denselben Betriebsfesten leben, der weiß, diese Freundschaft kann keine Konkurrenz erschüttern. Wo der politische Wille, da ein korrupter Weg.

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