About

was will dieser Blog?
Das, was derzeit in der Branche der Film- und Fernseh Industrie abgeht verschlägt einem die Sprache. Über die letzten Jahre hat sich die Bavaria Film mit ihren Tochter Unternehmen eine marktbeherrschende Stellung aufgebaut.
Nichts spricht per se gegen Firmen mit marktbeherrschender Stellung. Das schöne an einer freien Marktwirtschaft ist ja genau dieses Zusammenspiel aller Marktfaktoren, und in fast jeder Industrie gibt es Anbieter, die eine marktbeherrschende Stellung haben.
NUR – gleiche Bedingungen für alle. Das ist ein Gesetz des Marktes. Jeder muss sich finanzieren, jeder muss das Personal finden, das sich den Zielen einer jeden Firma unterwirft, Qualität und Beschaffung, alles Bereiche die jede Firma permanent unter Kontrolle haben muss.
Doch im Falle der Bavaria eigenen Cine Mobil und De Facto Motion, natürlich auch für Firmen wie Media City Atelier, Media Mobil GmbH, und natürlich auch Studio Hamburg Berlin Adlershof, MCI u.a. gilt das nicht. Hier liegen die Millionen bereit um sie als Darlehen zur Finanzierung dieser Firmen zu nutzen, bei Verlusten wird einfach ausgeglichen. Mag sein, dass es dann ernste Gespräche gibt mit den Controllern, Konsequenzen aber haben sie nicht.
All diese, wir nennen sie einfach Öffentlich Rechtliche Firmen, müssen sich aufgrund dieser Sicherheit keinen Marktgesetzen unterwerfen. Sie können locker eine ganze Zeit Preisdumpingsstrategien fahren, um sich noch mehr Marktanteile zu sichern.
Dieser Blog will informieren, und motivieren. All die, die möglicherweise Zugang zu Informationen haben, diese teilen wollen, und keine eigene Plattform haben, sie können hier mithelfen und mitarbeiten.
Vielleicht ergibt sich ja irgendwann eine Zusammenarbeit auf der Ebene von Verbänden, bisher ist da noch nichts in Sicht. Helft mit diesen Blog bekannt zu machen, je mehr er gelesen wird, und je mehr Zuarbeiter ich habe, desto besser kann es werden.
Euer FJ
franzjammer (at) gmail.com

Advertisements

9 Gedanken zu „About

  1. Großartiger Blog! Deine Kenntnisse gegen diese unfassbaren Missstände einzusetzen finde ich mehr als nötig! Permanent den Finger auf die Wunde zu legen, ist das Mindeste, was geschehen muss. Was könnten weitere Schritte sein, wer müsste noch aktiv werden und wie, um gegen diesen gewaltigen Missbrauch vorzugehen?

  2. Ja wirklich ! Interessanter Blog – Da gibt es tatsächlich gravierende Missstände. Ich bin auch ganz konkret betroffen. Ich bin mir sicher es gibt eine ganze Reihe „Interessenverbände“, für die diese Informationen hilfreich sind. Aber was kann man tun ? Daher eine Anregung an den Blogger …. Rechechieren wir doch mal, wo es ähnlich gelagerte Fälle gab, und was z.B. auf europäischer Ebene da die Rechtsprechung so gesagt hat.
    Kann es sein, dass Gelder aus der Gebührenfinanzierung der öffentlichen-rechtlichen Sender in ein Geflecht von Tochterfirmen laufen, die dann auch „normale“ Dienstleistungen anbieten und sich aufgrund der – das kann man dann wohl so nennen: „stattlichen Beihilfe“ – eine marktbeherrschende Position verschaffen ? Und andere Mitbewerber regelrecht aus dem Markt drängen ???

    Würden die persönlichen Kontakte, die da eine Rolle spielen den Namen „Korruption“ und Vetternwirtschaft verdienen ? Und dass mit Geldern des Gebührenzahlers !!

    Da muss doch mal was passieren !!!!!!

    Als Ansatzpunkt – zur Durchsicht …

    Wo gibt es da einen Ansatzpunkt ?

    Auszug aus der „Neue Rundfunkmitteilung der EU-Kommission“ von 2009

    Viviane Reding, EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien, stellte die neue EU-Rundfunkmitteilung gestern unter anderem mit diesen Worten vor:
    „Die Mitteilung schafft mehr Rechtssicherheit für die Medienakteure in Europa und gewährleistet einen fairen Wettbewerb zwischen den öffentlich-rechtlichen und den privaten Mediengesellschaften. Der Kommission geht es insbesondere darum, die dynamische Online-Medienlandschaft zu erhalten. Dazu muss vor allem sichergestellt werden, dass die Onlineangebote der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten nicht durch Wettbewerbsverzerrungen das Angebot der Onlinedienste und Printmedien beeinträchtigen. Die heute angenommene Mitteilung trägt diesem Ziel klar und effizient Rechnung.“”

    Die EU-Rundfunkmitteilung konkretisiert die Anwendung europäischen Beihilferechts

    Den Mitgliedsstaaten der EU steht es nach dem sogenannten Amsterdamer Protokoll grundsätzlich offen, gebührenfinanzierten öffentlich-rechtliche Rundfunk anzubieten.

    Jedoch nur soweit, wie es dem gemeinsamen Interesse der Gemeinschaft nicht zuwiderläuft. Somit steht die Gebührenfinanzierung in einem ständigen Spannungsverhältnis zum europäischen Wettbewerbs- und Beihilferecht. Denn dieses lässt Ausgleichzahlungen für die Erfüllung gemeinwirtschaftlicher Verpflichtungen, wie beispielsweise der Veranstaltung öffentlich-rechtlichen Rundfunks, nur unter engen Voraussetzungen zu. Demnach muss insbesondere sichergestellt sein, dass durch die öffentliche Finanzierung nur genau der Finanzbedarf gedeckt wird, der sich auch aus der Erfüllung der öffentlichen Aufgabe ergibt. Es darf also keine Überkompensation stattfinden. Nämlich nur dann sind solche Zahlungen wie die Rundfunkgebühr nach europäischem Recht nicht als unzulässige staatliche Beihilfe zu qualifizieren.

    Die Rundfunkmitteilung der EU-Kommission legt nun die Grundsätze für die Vereinbarkeit der staatlichen Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks mit dem europäischen Beihilferechts fest. Dabei stellt die Handlungsform der „Mitteilungen” einen „Akt sui generis“ dar.

    Der jetzt veröffentlichten Rundfunkmitteilung gingen mehrere Entwurfsfassungen und kontroverse Konsultationsrunden voraus. Zuvor war letztmalig im Jahr 2001 eine EU-Rundfunkmitteilung veröffentlicht worden. Diese tritt mit der Veröffentlichung der neuen Mitteilung im Amtsblatt der EU außer Kraft.

    Weiter so und einen Gruß !!

  3. Vielen Dank für disen Blog!
    Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Firmen wie die BPS und D-Facto-Motion ein unglaubliches Dumping auch bei ihrern (freien) Mitarbeitern veranstaltet. Da werden Tagesgagen gezahlt, die unterhalb jeglicher Grenze liegen und Praktikanten als ausgelernte Techniker eingestellt und benutzt. das ganze natürlich zu eunem Lohn, der unterhalb des Mindestlohns liegt.
    Schon vor der vollstänigen Übernahme durch die BPS wurden gewinnbringende Jobs in die D-Facto-Motion ausgelagert. Ohne Ausschreibung, unter der Hand.
    Preisdumping aufgrund von Subventionen und Steuergeldern. Warum machen wir nicht sämtliche Rentals und Posthäuser dicht und verleiben alles der Bavaria ein? Wäre doch viel praktischer.

  4. Auszug aus §16d – Zum Thema: „Kontrolle der kommerziellen Tätigkeiten“ Rundfunksänderungsstaatsvertrag
    —–
    Die Rundfunkanstalten haben dafür Sorge zu tragen, dass das Beteiligungsunternehmen
    vom Abschlussprüfer im Rahmen der Prüfung des Jahresabschlusses
    auch die Marktkonformität seiner kommerziellen Tätigkeiten auf der
    Grundlage zusätzlicher von den jeweils zuständigen Rechnungshöfen festzulegender
    Fragestellungen prüfen lässt und den Abschlussprüfer ermächtigt, das
    Ergebnis der Prüfung zusammen mit dem Abschlussbericht den zuständigen
    Rechnungshöfen mitzuteilen.
    —–
    Zu dem Thema gibt es auch noch eine EU-Richlinie:
    google hilft:
    EU-Vorgaben für kommerzielle Aktivitäten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
    Der Schlüsselbegriff ist: „arm’s length principle“

    z.B.:So dürfen die den öffentlich-rechtlichen Anstalten zufließenden Rundfunkgebühren nur für die Er- füllung des öffentlich-rechtlichen Auftrags verwendet wer- den und nicht für darüber hinausgehende kommerzielle Tätigkeiten

    oder:
    http://www.medienpolitik.net/2012/07/ard-und-zdf-sollen-nur-im-rahmen-ihres-auftrages-kommerziell-tatig-werden-zwischen-funktionsauftrag-und-marktkonformitat/

    Da es sich aus gesamtpolitischer Sicht hier nur um einen sehr kleinen Teilbereich kümmert ( in der EU gibt es derzeit sicher drängender Probleme ), gibt es keinen allgemeinen Aufschrei. Der Kreis der Verärgerten und Betroffenen ist ja insgesamt relativ gering. Mit diesem Blog kann es vielleicht gelingen mehr Öffentlichkeit zu schaffen. Also hoffen wir dass es so gelingt, auf dieses „rundfunkfinanzierte“ Spätkapitalistische Verhalten aufmerksam zu machen.
    Lässt mich so ein bißchen an „chinesische“ Verhältnisse denken.

    Also: Weitertrommeln !!!!

  5. Ich könnte hier auch so einiges Intereassantes beisteuern was in Grünwald in den letzten Jahren so läuft. Insider von Cinemedia Grünwald…

  6. Also … Sammeln statt Jammern !!! – Das kann so nicht angehen ! Es gibt klare Richtlinien der EU in welchem Rahmen sich Unternehmen, die „Beihilfen“, oder Subventionen direkt oder indirekt durch den öffentlichen Rundfunk bekommen. Durch die raffinierte Stückelungs / Beteiligungsstrategie fliegen diese Firmen alle unter dem Radar ! Also bitte Informationen sammeln, Aufschreiben, Dokumentieren – Und dann muss man sich einen Weg suchen. Ob es z.B über ver.di, die Landesrundfunkanstalten, die Damen und Herren in den Verwaltungsräten, die Presse, oder z.B.: Das EU-Kommissariat für Wettbewerb…..

    Das ist gezielte Subvention, einer bestimmten Klasse, die es sich in den oberen Etagen dieser Institutionen bequem gemacht hat – Was hat das mit dem Auftrag öffentlich-rechtlicher Sender zu tun ???

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s